Sana Adipositaszentrum Berlin

Medizinische und therapeutische Angebote

Das Sana Adipositaszentrum Berlin  bietet ein umfassendes therapeutisches und medizinisches Spektrum an.

Die Behandlungsformen gliedern sich dabei in

  • ein konservatives Behandlungsprogramm
  • die bariatrischen Operationen

Konservatives Behandlungsprogramm

Die konservative Behandlung der Adipositas in Form eines multimodalen Behandlungsprogramms, ist für die Dauer von einem halben Jahr konzipiert und besteht aus den folgenden Bestandteilen:

Die Teilnahme an diesem Programm dient gleichzeitig als Grundlage und Voraussetzung, sich auf eine evtl. in Frage kommende bariatrische Operation vorzubereiten.

Ernährungstherapie

Das Abnehmen beginnt damit, dass die täglich aufgenommene Kalorienzahl reduziert wird. Aber darüber hinaus ist es wichtig, zu wissen, welche Fette oder Zuckerarten dem Körper helfen und welche ihm schaden. Um gut informiert zu sein, absolvieren Sie über sechs Monate bei zertifizierten Beratern eine Ernährungsberatung in der Kleingruppe oder in einer Einzelberatung.

Bewegungstherapie

Um die Verbrennung der aufgenommenen Kalorien zu erhöhen, vermitteln wir  Sie an kooperierende Gesundheitszentren. Es ist unser Ziel, dass Sie sich entsprechend Ihrer Möglichkeiten mindestens zwei Stunden pro Woche bewegen! Alle Trainer in den von uns empfohlenen Kursen sind zertifiziert!

Möglichkeiten:

  • Reha-Sportkurse bei unseren Partnern activ sports oder VITAL Ladys
  • Schrittzähler (Sie können bei uns einen hochqualitativen, geeichten Schrittzähler kaufen und sofort anfangen, Ihren Bewegungsumfang zu erhöhen)
  • Physiotherapie
Verhaltensmodifikation

Es geht darum, eingeschliffene Verhaltensmuster zu erkennen und schrittweise zu verändern. Hierbei helfen Ihnen die Ernährungsberater, Sozialarbeiter und Bewegungstrainer. Manchmal ist professionelle therapeutische Hilfe nötig, dann können wir Sie an kompetente Psychologen unseres Teams vermitteln.

Sollte das konservative Programm nicht den Erfolg bringen, den Sie sich erhofft haben, kann für Sie eine bariatrische Operation in Betracht kommen.

Zu unserem Team gehören im Sana Klinikum Berlin Lichtenberg geschulte Spezialisten, die Sie eingehend beraten. Im Adipositaszentrum unterstützen wir Sie bei der Besorgung der dazu nötigen Unterlagen und der Antragstellung. Darüber hinaus werden Sie nach der Operation lebenslang betreut und ernährungsphysiologisch beraten.

Schlauchmagen (Gastric-Sleeve)

Bei der Schlauchmagen-Operation wird mit Hilfe eines Klammernahtgerätes der größere Teil des Magens entfernt. Es verbleibt ein etwa 1,5 cm breiter schlauchförmiger Magenrest. Hierdurch wird das Magenvolumen beträchtlich vermindert. Durch die Dehnung der Magenwand bei kleinen Nahrungsmengen wird ein frühzeitiges Sättigungsgefühl erzeugt. Durch Ausschaltung des Hormons Ghrelin wird zudem das Hungergefühl stark reduziert. Bei extremer Adipositas mit einem BMI über 60 kann die Schlauchmagenoperation als Ersteingriff angewendet werden. Nach 6-12 Monaten kann bei noch verbliebenem hohem Übergewicht als Zweiteingriff die Komplettierung in einen Magenbypass oder Duodenal Switch erforderlich werden. Durch das Splitting des operativen Verfahrens wird bei extremer Adipositas eine deutliche Verminderung des Risikos erreicht.

Magenbypass

Kombinationsverfahren reduzieren die zugeführte Nahrungsmenge durch Bildung eines kleinen Magenvolumens. Zudem wird die Aufnahme der Nahrung über den Dünndarm durch Umleitung der Verdauungssekrete verändert. Hormonelle Effekte führen zu einem schnelleren Sättigungsgefühl.

Diese Verfahren finden insbesondere bei hohem Übergewicht und Vorliegen eines Diabetes Anwendung. Sie sind in noch höherem Maße geeignet, eine hohe langfristig stabile Gewichtsreduktion zu erreichen. Insbesondere können sämtliche Begleiterkrankungen der extremen Adipositas, wie der Diabetes mellitus, der Bluthochdruck, die Fettstoffwechselstörungen, das Schlafapnoesyndrom, die hormonelle Unfruchtbarkeit junger Frauen aber auch die überlastungsbedingten Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden in einem hohen Maß gebessert oder sogar vollständig beseitigt werden. Ein kontinuierlicher Ersatz von Vitaminen und Spurenelementen wird empfohlen.

Mini-Bypass

Bei einem Mini-Bypass werden wie beim Magenbypass die Nahrungsrestriktion und die Malabsorption kombiniert. Die Magentasche ist beim Mini-Bypass im Vergleich zum Magenbypass schmaler und eher länglich geformt. Der Pouch wird mit dem Dünndarm verbunden, allerdings sehr viel weiter unten als beim Magenbypass. Beim Mini-Bypass werden 200 cm Dünndarm von der Nahrungspassage ausgeschaltet (biliopankreatischer Schenkel).

Wirkprinzip
Der Hauptmechanismus der Gewichtsreduktion ist zum einen wiederum die Einschränkung der Nahrungsmenge. Zum anderen kommt es aber auch auf Grund der Länge von 200 cm zu gewissen Fettverdauungsstörungen. Hormonale Effekte durch die Hormone GLP-1 und Ghrelin spielen neben der leichten Fettverdauungsstörung auch hier bei der Gewichtsreduktion eine Rolle. Bei Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2wird ebenfalls ein positiver Effekt beobachtet. Der Diabetes wird beim Mini-Bypass noch deutlicher beeinflusst als beim Magenbypass.
Zwar gilt der Magenbypass noch immer als Standardtherapie, doch die Mini-Bypass-Operation wird vermehrt durchgeführt. Von Vorteil ist, dass nur eine Anastomose (Nahtverbindung) durchgeführt werden muss. Dies ist hilfreich, wenn der Raum im Bauch eingeschränkt ist, wie beispielsweise bei einer vergrößerten Leber (Fettleber).
Eine begleitende Veränderung des Lebensstils und die regelmäßige Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen sind auch hier wie bei allen anderen Verfahren essentiell für einen langfristigen Erfolg.

Magenballon

Bei relativ niedrigem Übergewicht (BMI 30-35) kann zur Einleitung einer guten Gewichtsreduktion auch ein Magenballon mittels Magenspiegelung erfolgreich eingesetzt werden. Dieses Verfahren wird von den Krankenkassen regelhaft nicht übernommen. In Einzelfällen, bei extremer Super-Adipositas oder schwersten Begleiterkrankungen kann der Magenballon in einem mehrschrittigen Behandlungskonzept eingesetzt werden, um eine Operationsfähigkeit zu erreichen.

Auf hohem fachlichem Niveau werden alle gängigen Operationsverfahren einschließlich aufwändiger Revisions- und Umwandlungsoperationen unter Verwendung minimalinvasiver Operationsverfahren, auch Schlüssellochchirurgie genannt, im Sana Klinikum Lichtenberg angeboten. Durch diese seit vielen Jahren etablierte OP-Technik kann die bariatrische Operation mit einem Minimum an Beschwerden, minimiertem Operationsrisiko sowie schneller Erholung bei optimalem kosmetischem Ergebnis ermöglicht werden.

Unser oberstes Ziel ist die individuelle Betreuung aller Patienten mit herausragender fachlicher Kompetenz in einer ausgesprochen angenehmen und freundlichen Atmosphäre.

Wir beraten Sie eingehend, welches operative Verfahren für Sie am besten geeignet ist. Dies hängt von einer Vielzahl unterschiedlicher Faktoren, wie der Höhe des Körpergewichtes, den Begleiterkrankungen wie auch Ihrem individuellen Wunsch ab. Eine detaillierte Besprechung erfolgt im Rahmen eines sehr ausführlichen chirurgischen Beratungsgespräches.

Medizinische Voraussetzungen

Als grundlegende Voraussetzungen für eine Operation muss:

  • der BMI >40 oder
  • der BMI >35 sein mit weiteren Krankheitsbildern auf Grund der Adipositas.

Sozialrechtliche Voraussetzungen

Die Bewilligung seitens der gesetzlichen Kostenträger für bariatrische Operationen erfolgt durch Einzelfallentscheidung

Ihr erster Schritt in eine leichtere, glückliche Zukunft: